Die häufigsten Fragen

Die häufigsten Fragen Testier-Interessierter

Dein Service zählt

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Organisationen, die aktiv im Nachlass-Fundraising sind, beantworten FAQs. Doch sind das wirklich die Fragen Testier-Interessierter?

Dein Service macht den Unterschied! Hier erfährst Du, was hineingehört.

Natürlich stehen erbrechtliche Fragen im Vordergrund. Also, wer erbt, wenn kein Testament vorhanden ist, wie wird ein gültiges handschriftliches oder notarielles Testament verfasst und was hat es mit erben und vermachen auf sich. Darauf gibst Du kurze, klare Antworten. Doch der Schuh drückt noch wo anders:

Wer löst mein zu Hause auf, organisiert die Bestattung, gibt Inventar in gute Hände?

Der bzw. die Erben sind dazu verpflichtet. Als Erbe sichten und bewerten wir sorgsam den Nachlass. Wir verkaufen die Nachlassgegenstände, damit der Ertrag in unsere Projekte fließt. Und wir kümmern uns um die würdige Beisetzung. Sie können auch selbst mit einem Bestatter und einem Gärtner Regelungen nach Ihren Wünschen treffen.

Was kostet ein Testament beim Notar bzw. Entwurf bei einer*m Erbrechtsanwalt*in?

Notar*innen rechnen nach Gebührenordnung ab, Anwält*innen dürfen dies auch, können aber auch eine Pauschale anbieten. Fragen Sie vorher nach der Höhe der Gesamtrechnung.

Kann ich bestimmen, wofür die gemeinnützige Organisation mein Erbe verwenden soll?

Bitte legen Sie keinen Zweck fest. Denn daran müssen wir uns strikt halten. Wir wissen heute nicht, wo einst am dringendsten Ihr Beitrag gebraucht wird. Deshalb sind wir dankbar, wenn Sie auf eine Zweckbestimmung verzichten.

Muss ich genaue Beträge im Testament angeben?

Nein. Sie können z.B. bestimmen, dass 50 % Ihres Geldvermögens an Organisation A und 50 % an ihren einzigen Neffen als Vermächtnis auszuzahlen sind.

Kann ich mein vorhandenes Testament ändern oder ergänzen?

Ein neueres, gültiges Testament setzt vorherige außer Kraft. Besser als Ergänzungen darunter zu schreiben ist es, ein Testament komplett neu zu verfassen. Bei Erbverträgen und Ehegattentestamenten kann aber eine Neufassung ausgeschlossen sein. Lassen Sie sich in diesen beiden Fällen erbrechtlich beraten.

Wo bewahre ich mein Testament auf?

Der beste Aufbewahrungsort ist das Nachlassgericht. Dort kann das handschriftliche Testament gegen eine geringe Gebühr hinterlegt werden. Informieren Sie sich vorab, welche Unterlagen (z.B. Geburtsurkunde, gültiger Personalausweis oder Reisepass) Sie mitbringen müssen. Ein notarielles Testament wird vom Notariat immer beim Nachlassgericht hinterlegt.

Wer hilft mir weiter, z. B. wenn ich die Adresse des Amtsgerichts benötige?

Melden Sie sich bei uns. Gern suchen wir Ihnen z.B. das nächstgelegene Amtsgericht heraus.

Zwei Tipps zum Schluss:

  • Biete ganz konkret Deinen Service an. Hilf Interessierten bei den Fragen weiter, die für sie wichtig sind.
  • Bevor Deine Texte mit erbrechtlichem Inhalt online gehen (oder gedruckt werden), lasse sie juristisch von einer Fachfrau oder einem Fachmann prüfen.

Aktives Erbschaftsmarketing

Aktives Erbschaftsmarketing braucht internen Rückhalt

zögerliche Chefs und Kolleg*innen überzeugen

„Die Verstorbene hat den Verein e.V. mit einem Vermächtnis von 100.000 Euro bedacht. Bitte teilen Sie Ihre Bankverbindung mit.“
Kein Vorstand hat etwas gegen diese Mitteilung!

Anders sieht es beim aktiven Nachlassfundraising aus. Hier krankt es oft an Bedenken in der eigenen Organisation. Dagegen ist kein Kraut gewachsen?
Doch: Lies unser Rezept, welche Salben, Pillen und Tinkturen dagegen helfen und in welchen homöopathischen Dosen.

„100.000 Euro, was für ein Erfolg! Jetzt investieren wir ins Nachlass-Fundraising“, so der Geschäftsführer.

„Heikle Sache, außerdem: Wer soll’s machen?“ entgegnet die Vorstandsvorsitzende.

„Eine Mitarbeiterin kehrt aus der Elternzeit zurück – sie arbeitet sich ins Thema ein und macht das dann schon. Natürlich ganz, ganz vorsichtig.“

Globulidose - Bild

Liebe zurückkehrende Kollegin:

Wir – Katja Sichtermann, Kerstin Schlick und Monika Willich – haben die Köpfe zusammengesteckt (natürlich nur virtuell).
Unsere Tipps klingen einfach – fast wie Wadenwickel bei Fieber. Doch Vorurteile sind hartnäckiger als Fußpilz. Hab Geduld und …

  • …mach Dich zunächst schlau. Besuch eine geeignete Fortbildung und tausch Dich mit Kolleg*innen im Nachlassfundraising aus.
  • Erarbeite ein überzeugendes Konzept. Es beinhaltet eine Analyse der Ist-Situation, das Ziel, Zielgruppen, Instrumente, Beziehungspflege und das Budget.
  • Besprich das Konzept mit Kolleg*innen, Deine*r direkten Vorgesetzte*n, dann mit der Geschäftsführung. Lege dar, was Du tun wirst – und was nicht. Dazu gehört z.B., dass niemand unaufgefordert Deine Testamentebroschüre erhält.
  • Mach Deine Alltagsarbeit für Kolleg*innen und Vorgesetzte transparent.
  • Du hast einen (neue) Nachlassratgeber als Broschüre erstellt? Verteil sie intern.
  • Du planst eine Info-Veranstaltung für Spender*innen zur Testamentsgestaltung? Bitte die Geschäftsführung die Begrüßung zu übernehmen.
  • Kommuniziere intern die positive Response auf Deine Angebote. Du erhältst auch Kritik von Spender*innen? Das ist – im einstelligen Prozentbereich – normal.
  • Deine Kollegin, die Euren Fundraising-Newsletter macht, möchte keinen Hinweis auf Deinen Nachlassratgeber aufnehmen? Überzeuge sie, es zu testen. Idealerweise mit der Teilgruppe der Empfänger*innen ab 60 Jahren. Und wertet gemeinsam aus, ob sich dadurch Spendenaufkommen, -anzahl und Abmeldungen verändern. Höchstwahrscheinlich wird das nicht der Fall sein.
  • Deine Vorgesetzten möchten kurzfristig höhere Ergebnisse? Und pushen deshalb Mailings und telefonische Erhöhung der Dauerspenden? Ältere Spender*innen können bei der Erhöhungswerbung auch gefragt werden, ob sie die Zusendung des Jahresberichts und/oder des Nachlassratgebers wünschen. Das geht telefonisch genauso gut wie schriftlich im Mailing.
  • Am besten wirken Fakten und Erfolge. Doch es dauert Jahre, bis die von Dir „erarbeiteten“ Nachlässe auf Eurem Konto eingehen. Kommuniziere daher Etappen-Erfolge, z.B. die Anzahl der Broschüren-Besteller*innen, positive Reaktionen von Teilnehmer*innen an Vorträgen und neu entstandene Testamente, in denen ihr bedacht seid.
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  • Überzeugend für Deine Zielgruppe, genauso wie für Deine Vorgesetzten, sind human interest stories, Testimonials und Videos. Schau Dir mal diese best practive Beispiele an: Story und Testimonial.

Nur Mut, die Kinderkrankheit der Bedenken heilst Du Schritt für Schritt –
mit nachhaltigen Ergebnissen.

Nachlassfundraising in Corona-Zeiten

Nachlassfundraising in Corona-Zeiten

Vom vorsichtigen Vortasten zu integrierten Kampagnen

Viele Nachlassfundraiser*innen fragten sich im März:

„Ist es während der Pandemie zu sensibel, ältere Menschen auf ihre Nachlassregelung anzusprechen?“

„Haben Senioren derzeit überhaupt den Kopf dafür frei?“

„Überwiegen Sorgen oder doch der Wunsch, alles beizeiten gut zu regeln?“

„Welche Maßnahmen sollen und können wir durchführen?“

Lies hier unsere Zwischenbilanz:

Heute wissen wir: Die Älteren sind cool geblieben. Eine repräsentative Studie der Universität Leipzig mit Teilnehmer*innen zwischen 65 und 94 Jahren belegt dies. Sie befürworten die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und halten sich persönlich daran. Während des Corona-Lockdowns erwiesen sich die Senior*innen in Deutschland mehrheitlich psychisch stabil.

Nachlassfundraiser*innen haben ein gutes Gespür für ihre Zielgruppe. Sie haben weiterhin aktiv Information und Unterstützung bei der Regelung des letzten Willens angeboten. Die nächste Frage war: Welche Instrumente sind jetzt am besten geeignet? Aus geplanten Vorträgen oder Informationsnachmittagen wurden teils Online-Angebote. Überwiegend verzeichneten sie eine größere Beteiligung als Präsenzveranstaltungen. Die Nachteile: Es entsteht kaum persönlicher Kontakt. Zudem erreichen wir nur die digital Versierten. Denn der digitale Graben unter Deutschlands Senioren ist unverändert groß. Das belegt eine Studie des IT-Branchenverbands Bitkom zur Internetnutzung über 65-jähriger hier zu Lande. Die Befragung wurde im Januar und erneut im Juli 2020 durchgeführt. Das Ergebnis: Die Internetnutzung der über 65-jähringen stieg nur von 48 auf 49%.

Entscheidende Bedeutung kommt dem Follow-Up, Service und der Beziehungspflege zu. Wer Interesse signalisiert und Info-Material erhalten hat, sollte erneut kontaktiert werden. Ein Gruß zum Geburtstag und zu Weihnachten bewirkt, dass die Menschen sich als Person geschätzt fühlen und nicht nur als finanzielle Unterstützer*innen.

Organisationen mit zielgruppengerechten Angeboten und Service berichten seit März von einer gestiegenen Response. Die guten Erfahrungen haben dazu geführt, dass sogar integrierte Kampagnen durchgeführt wurden. Ein Beispiel dafür liefert die UNO- Flüchtlingshilfe. Im September 2020 schaltete sie erstmalig einen TV-Spot, der die Testamentebroschüre anbot. Responsekanäle waren das Telefon und die Website. Flankiert wurde die TV-Kampagne mit On- und Offline PR, einem Online-Vortrag und Reminder-Briefen an frühere Besteller*innen der Broschüre. Mit Erfolg! Im Kampagnenzeitraum stieg die Broschüren-Nachfrage auf über 80% des Gesamtjahres 2019. Ähnlich gut sind die Ergebnisse der Kontakte mit Interessierten.

Das Telefon war und ist das Mittel der Wahl. Quantitativ und qualitativ bringt es hervorragende Ergebnisse: Die Erreichbarkeit war und ist sehr gut, die Menschen haben mehr Zeit für und Lust auf Gespräche. Viele – besonders kinderlose Ältere – bestätigen im Telefonat, dass sie Informationen bei Fragen zur Nachlassregelung wünschen.

Checkliste: Gut gerüstet für Gespräche mit Nachlass-Interessierten

Checkliste:

Gut gerüstet für Gespräche mit Nachlass-Interessierten

Header für Nachlass

Das persönliche Gespräch ist von zentraler Bedeutung im Nachlassfundraising.
Darin lernen wir das Gegenüber und seine Beweggründe kennen.
Fragen werden geklärt, Vertrauen gestärkt, Informationen vermittelt und eine zwischenmenschliche Beziehung wächst.

Die folgende Checkliste soll Dir die Vorbereitung auf solche Gespräche erleichtern.

  1. Biete persönliche Besuche und Gespräche an:
    • Im Anschreiben zur Testamentsbroschüre
    • Bei Nachlass-Vorträgen
    • Bei Telefonaten und persönlichen Kontakten
  2. Recherchiere in der Datenbank:
    • Wohnort, Alter, Spendenhistorie, bevorzugte Spendenzwecke, Dauer der Spenderbeziehung, Kontakthistorie, Teilnahme an Vorträgen und Veranstaltungen, Anforderung von Broschüren
    • Informiere Dich zudem im Internet
  3. Kläre möglichst zuvor telefonisch:
    • Was könnte er oder sie von Dir erwarten? Welche Gesprächsanliegen gibt es?
    • Wie ist die familiäre Situation?
    • Nennt er oder sie bereits Anhaltspunkte zu seiner oder ihrer Vermögenssituation?
  4. Bereite Dich darauf vor:
    • kurz über Deine Organisation zu berichten
    • Auskunft zu geben, was Deine Organisation leisten kann (z.B. Grabpflege)
    • über Projekte und den Einsatz von Mitteln aus Nachlässen zu informieren
  1. Sei ein*e aufmerksame*r Gesprächspartner*in
    • Bleib locker und versuche zunächst mit ihr oder ihm „warm zu werden“
    • Höre aktiv zu und gehe auf den oder die Gesprächspartner*in ein
    • Sprich über den Einsatz von Mitteln aus Nachlässen mit anschaulichen Beispielen. Erläutere die Vorteile eines zweckfreien Nachlasses
    • Beantworte Fragen so klar wie möglich, biete Service an
    • Vermittele passende Fachanwälte für Erbrecht zwecks Testamentserstellung
    • Sag nur zu, was Deine Organisation mit Sicherheit halten kann
    • Mache Dir stichwortartige Notizen
    • Triff konkrete Verabredungen für das weitere Vorgehen
  2. Bereite das Gespräch nach:
    • Danke für das Gespräch
    • Nutze die Kommunikationskanäle, die der oder die Spender*in bevorzugt
    • Sende evtl. gewünschte Informationen rasch zu
    • Lege fest, in welche Betreuungsmaßnahmen der- oder diejenige einbezogen werden soll (z.B. regelmäßige Zusendung des Jahresberichts, Einladung zu Veranstaltungen, Festtagskarten, Mailings) und wann Du ggf. noch einmal nachfasst

Testamente: Mit gutem Rat zur guten Tat

Testamente: Mit gutem Rat zur guten Tat

Interview mit Dr. Cornelia Rump, Fachanwältin für Erbrecht

Interview mit Dr. Cornelia Rump, Fachanwältin für Erbrecht

Gespräche sind auch in der Arbeit von Dr. Cornelia Rump zentral. Denn sie spricht mit Menschen, die ihren Nachlass regeln möchten. Deshalb haben wir sie sogleich interviewt. Sie verrät uns, warum gemeinnützige Organisationen erben, welcher Service vom Anwalt und von der Organisation erwartet wird und was wir noch besser machen können.

Sie halten Vorträge zur Testamentsgestaltung für Vereine und Stiftungen. Und Sie haben schon viele Testamente entworfen, in denen gemeinnützige Organisationen bedacht sind. Was sind typische Beweggründe dafür?

Meine Erfahrung ist, dass es vier Personengruppen gibt, die sich so entscheiden: Zur ersten zählen engagierte Menschen, die ihre Lieben bedenken und gleichzeitig ihr Engagement weiterführen möchten. Eine andere Gruppe sind Alleinstehende, die niemanden haben, an den sie vererben können oder wollen. Dann gibt es Frauen und Männer, die in der Regel kinderlos sind und ihre Angehörigen versorgt wissen möchten. Gemeinnützige Organisationen werden manchmal auch bedacht, um gezielt die gesetzlichen Erben (z.B. zerstrittene Geschwister) zu enterben. Allen gemeinsam ist es sehr wichtig, dass alles gut geregelt ist.

Gibt es bestimmte Mentalitäten gemeinnütziger Erblasser?

Ja. Zum einen gibt es die Aktiven, die sich selbst informiert haben und nun mit anwaltlichem Rat letzte Fragen klären oder ihren eigenen Testamentsentwurf finalisieren möchten. Zum anderen sind es Menschen, die sich Angebote mit Basisinformationen und eine Begleitung „Schritt für Schritt“ wünschen. Manche streben danach, vorgesorgt zu haben, die Abwicklung des Nachlasses streitfrei und in guten Händen zu wissen und vielleicht auch Tiere oder Angehörige durch eine Rentenzahlung etc. versorgt zu wissen. Wieder andere springen auf Anstöße an, z.B. einen Artikel in den Spenderzeitschriften. Sie nehmen dann Kontakt auf, weil sie unkompliziert eine Erstinformation wünschen.

Was sollten gemeinnützige Organisation noch besser machen, um Nachlässe zu erhalten?

Ganz wichtig ist: Sie sollten deutlich zeigen, dass sie einen*eine Ansprechpartner*in dafür haben, und ihn*sie mit den Kontaktdaten nennen. Die Person sollte kompetent, gut erreichbar und effektiv organisiert sein. Ich erlebe leider immer wieder, dass die personellen und finanziellen Ressourcen bei den Organisationen der Nachfrage nicht gerecht werden. Die Bereitschaft zu gemeinnützigen Testamentsbegünstigungen ist sehr groß und wächst stetig. Die Menschen wünschen sich Ansprechpartner und scheuen häufig den direkten Weg zum Anwalt oder Notar vor Ort.

Zur eigenen Entlastung und zur Umsetzung von Testierwünschen brauchen gemeinnützige Organisationen außerdem Kontakte zu Juristen, die menschlich zu den Spendern passen, die die Möglichkeiten und Grenzen gemeinnütziger Organisationen bei der Nachlassabwicklung kennen und idealerweise auch Erfahrungen mit effektiven Beratungsstrukturen haben. Denn testierwillige Spender – gerade auch die vermögenden Menschen – wünschen sich unkomplizierte und schlanke juristische Beratungsangebote. Viele Spender sind mit einer telefonischen juristischen Beratung sehr glücklich. Einen guten Außenauftritt bieten auch Vorträge – sei es vor Ort oder online – sowie gut verständliches, knappes Infomaterial.

Wer den eigenen Service verbessert und strukturiert arbeitet, ist gut beraten. So kann eine kurze schriftliche Information besser ankommen, als eine umfangreiche Broschüre. Folgen kann ein schlanker Ordner, in dem alle relevanten Dokumente aufbewahrt werden. Auch die Empfehlung, ein privatschriftliches Testament beim zuständigen Amtsgericht zu hinterlegen, ist guter Service.

Das Interview führte Monika Willich

Frau Dr. Cornelia Rump ist Fachanwältin für Erbrecht. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt ist Testamentsgestaltung und gemeinnütziges Vererben. Sie arbeitet mit verschiedenen gemeinnützigen Organisationen laufend zusammen und ist in der Fundraiser-Fortbildung aktiv. Sie erreichen Frau Dr. Rump telefonisch unter 04102 – 69 13 500. Weitere Informationen finden Sie ab dem 1. Oktober 2020 unter www.rump-erbrecht.de.

Erbrechts-Quiz: Hättest Du‘s gewusst?

Erbrechts-Quiz

Hättest Du‘s gewusst?

Im Interview mit Dr. Cornelia Rump heißt es, der oder die Erbschaftsfundraiser*in „sollte kompetent, gut erreichbar und effektiv organisiert sein“. Zur Kompetenz zählen auch Grundkenntnisse im Erbrecht. Bist Du fit darin? Teste Dein Wissen ganz einfach hier. Und wenn Du Dein Knowhow vertiefen oder auffrischen willst, gibt‘s Fortbildungen, z.B. an der Fundraising-Akademie oder ganz aktuell auch bei uns: Nachlass-Seminare für Einsteiger und Fortgeschrittene. Zum Nachlesen empfehlen wir Dir den kostenfreien Download „Erbrecht verständlich“, erhältlich unter www.erbrecht.de.


Für Einsteiger: Erbrechts-Quiz #1

Frage #1
Hubert P. hat seinen Sohn zum Alleinerben bestimmt. Das Erbe beträgt rund
100.000 €. Deinem Verein hat er ein Vermächtnis von 5.000 € hinterlassen.
Muss der Sohn Euch das Vermächtnis auszahlen?

A Nein
B Ja

Frage #2
Ursula N. überlegt, wo sie ihr handschriftliches Testament aufbewahren soll.
Kann sie es beim Amtsgericht hinterlegen?

A Ja
B Nein

Frage #3
Dein Verein hat die 87-jährige Elisabeth F. beerbt. Muss die Erbschaft schriftlich angenommen werden?

A Ja
B Dies ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.
C Kommt drauf an, ob es so im Testament verfügt wurde.
D Nein


Für Fortgeschrittene: Erbrechts-Quiz #2

Frage #1
Dein Verein hat gemeinsam mit drei weiteren gemeinnützigen Organisationen geerbt. Zur Erbmasse gehört auch eine Immobilie. Dein Vorstand möchte diese verkaufen, aber die zwei Miterben möchten sie vermieten. Könnt ihr eigenmächtig verkaufen?

A Nein
B Ja

Frage #2
Der ledige Helmut G. hat Deine Stiftung zu seinem Alleinerben bestimmt. Ein Jahr nach seinem Tod meldet sich Karin S., dessen nichteheliche Tochter. Ist sie pflichtteilsberechtigt?

A Nein
B Ja

Frage #3
Die kinderlose Witwe Helga U. hat vor 20 Jahren mit ihrem Mann ein Ehegattentestament gemacht. Darin ist der Neffe des Mannes als Erbe des Letztlebenden eingesetzt. Nun möchte sie aber Deinen Verein als Alleinerbe bedenken. Kann sie neu testieren?

A Ja
B Kommt drauf an
C Ja

Frage #4
Die 92-jährige Liselotte V. hinterlässt nur Schulden. Dein Verein ist Alleinerbe. Könnt ihr die Erbschaft ausschlagen?

A Ja
B Nein