Praxis: Erste Hilfe für Dein Nachlassfundraing

Header für Nachlass

Sprichst Du die richtigen Zielgruppen an?

icon tabletten

Liegt Dir das Geburtsdatum Deiner Spender*innen vor? Wenn ja, selektiere entsprechend. Je nach Größe Deiner Hausliste sind geeignete Zielgruppen Ü65 Jahre alt, im Idealfall sogar Ü70 Jahre. Die höchste Wahrscheinlichkeit zum gemeinnützigen Vererben besteht bei Frauen, die in den westlichen oder südlichen Bundesländern wohnen. Deine Datenbank kann anhand der Adressanrede und der Postleitzahl danach filtern. Und: Kinderlose testieren häufiger gemeinnützig, als Menschen, die Kinder haben. Biete daher zusätzlich zu Deiner Testamentebroschüre eine schriftliche Info nur für Personen ohne Kinder an. Speichere, wer diese Info bestellt hat und erarbeite ein gutes Follow-Up.

Leistest Du konsequent Follow-Up?

icon box

Die Zusendung einer bestellten Testamentsbroschüre reicht kaum aus, damit tatsächlich Deine Organisation im Testament berücksichtigt wird. Steht in Deinem Begleitbrief, dass Du auf Wunsch Fachjuristen vermittelst? Und dass Du gerne für Fragen zur Verfügung stehst? Meldest Du Dich einige Zeit später und bietest weitere Informationen an? Erhalten die Besteller zusätzlich Eure Hauslistenmailings, Jahresberichte und Weihnachtskarten?

Nutzt Du die am besten geeigneten Instrumente?

icon medizin

Nachlassfundraising funktioniert unterschiedlich: je nachdem, ob Deine Organisation Projekte vor Ort hat, oder sie im Ausland liegen, ob die Unterstützer*innen in der Region wohnen oder nicht, ob die PR gut gelingt. Regionale Träger können z.B. zu Projektbesuchen mit anschließenden Vortrag zur Nachlassregelung einladen (wenn das C-Problem gelöst ist). Sie haben auch oft leichteren Zugang zu den Medien vor Ort. Für große und für Organisationen mit Auslandsprojekten sind Videos, Online-Vorträge und Telefonkampagnen geeignet. Wertest Du bereits erfolgte Maßnahmen gut aus und testest neue, weißt Du, was bei Dir am besten klappt. Vielleicht ein guter Radio-Spot?

Reichen die personellen, strukturellen und finanziellen Ressourcen aus?

icon stethoskop

Nachlassfundraising ist nicht „Jagen und Sammeln“, sondern „Ackerbau und Viehzucht“. Zu Beginn geht’s meist nicht ohne Investitionen (Stichworte: qualifiziertes Personal, Datenbank). Anschließend ist ein jährliches Sachkostenbudget nötig. Zeit, Software und Geld brauchst Du z.B. um Infomaterial zu produzieren. Und um z.B. einen Bestellschein dafür einem Mailing an die Teilgruppe der Ü65-jährigen beizulegen. Arbeitest Du dann die Response ab, nimmst das Follow-Up in die Hand und die Beziehungspflege, ist dies auch nicht in zwei Stunden pro Woche und zum Nulltarif möglich. Besprich mit Deinen Vorgesetzten, welche Ressourcen in welchem Umfang für Deine Arbeit die Basis sind. Und was ihr mittelfristig auf- und ausbauen könnt.

Praxis: Erste Hilfe für Dein Nachlassfundraing